Antikriegstag

1957 wurde der Antikriegstag das erste Mal am 1. September begangen. Falken, Solidaritätsjugend, Naturfreundejugend und der Verband der Wehrdienstverweigerer haben als „Antimilitaristische Aktion“ zu diesem Tag aufgerufen. Mit dem Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen und den damit beginnenden Zweiten Weltkriegs 1939 soll ein Zeichen für den Frieden und gegen den Krieg gesetzt werden. Seit 1966 beteiligt sich auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) an dem Gedenktag.

Bis heute kämpfen wir Falken für eine Welt ohne Krieg. In unserem elbstverständnis heißt es: „Nie wieder Krieg! Wir stehen ein für eine Welt ohne Waffen und Gewalt, ohne Befehl und Gehorsam, ohne Hass und Ausgrenzung.“

In 28 Ländern der Erde herrschen zurzeit Kriege oder bewaffnete Konflikte und mit 68,5 Millionen Menschen sind so viele auf der Flucht (Daten Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, 2016/2018) wie nie zuvor. Krieg ist besonders schlimm, weil er in ihm viele Menschen verletzt werden oder sterben und ihr Zuhause verlieren.

Und auch wenn der Krieg vorbei ist, sind die Orte, an denen er war oft nicht mehr bewohnbar. Der Krieg zerstört wichtige Grundlagen für das Leben wie die Versorgung mit Wasser und Strom. Auch Mienen, Bomben und Gift machen Orte unbewohnbar.

In Deutschland profitieren Firmen von Kriegen und Konflikten: Rund 7 Milliarden Euro setzten deutsche Firmen mit dem Verkauf von Waffen im Jahr 2016 um, der zweithöchste jemals gemessene Wert und damit auf Platz drei in der Weltrangliste. Viele Exporte gehen direkt oder indirekt in Kriegsgebiete und Krisenherde.