Häufige Fragen

FAQ - häufige Fragen an uns

  1. Was ist das besondere an Falken-Freizeiten?
  2. Sind eure Zeltlager nur für Falkenmitglieder? Was habt ihr für eine Zielgruppe?
  3. Schon in den fünfziger Jahren gab es Diskussionen darüber, dass Mädchen und Jungen bei den Falken in einem Zelt schlafen können. Wieso haltet ihr denn weiterhin an einer gemischten Unterbringung fest?
  4. Was können die Kinder mitentscheiden und was müssen sie mitmachen?
  5. Welche Aufgabe haben eure Gruppenleiter und wie werden sie geschult?
  6. Was muss fürs Zeltlager eingepackt werden?
  7. Wie erreiche ich jemanden vor Ort?
  8. Mein Kind fährt alleine und das erste Mal mit, was gibt es zu beachten?
  9. Und wenn ich mitmachen möchten? Wie geht das? Und was muss ich dafür mitbringen?

 

1. Was ist das besondere an Falken-Freizeiten?

Besonders an den Falken-Zeltlagern sind vor allem drei Dinge. Erstens stehen unsere Zeltlager auch heute noch in der Tradition der Kinderrepublik Seekamp von 1927. Werte wie Solidarität, Freundschaft, Verantwortung für die Gemeinschaft und ein hohes Maß an Mitbestimmung sind noch genauso aktuell wie damals. Zweitens wird den Kindern die seltene Möglichkeit und der Freiraum geboten, im Unterschied zum durchorganisierten Alltag eigene Entscheidungen zu treffen. Bei uns merken die Kinder schnell, dass nicht die Stärksten und Lautesten weiterkommen, sondern dass wir nur gemeinsam etwas erreichen können. Drittens sind unsere Freizeiten stets Zeltlager. Das Leben draußen sorgt für Abenteuer und Gemeinschaftsgefühl-Smartphones braucht man da nicht- sie haben kaum Netz. Am liebsten sind wir draußen und frei!

2. Sind eure Zeltlager nur für Falkenmitglieder? Was habt ihr für eine Zielgruppe?

Nein, mitfahren dürfen und sollen natürlich alle Kinder von 8-15 Jahren! Eine uns sehr wichtige Zielgruppe sind Kinder, deren Familien nicht so viel Geld zur Verfügung haben, um auch ihnen die Möglichkeit zu bieten, Urlaub machen zu können. Einige Familien zahlen mit dem Soli-Preis extra etwas mehr, damit wir anderen Familien einen günstigeren Preis anbieten können. Neben den Zuschussmöglichkeiten über die jeweiligen Jugendämter gibt es bei uns die Möglichkeit, in Raten zu bezahlen. Familien, die günstigere Angebote nutzen wollen, müssen uns erstmal nur ansprechen, wir begleiten sie dann durch den bürokratischen Dschungel für alle Zuschüsse!

3. Schon in den fünfziger Jahren gab es Diskussionen darüber, dass Mädchen und Jungen bei den Falken in einem Zelt schlafen können. Wieso haltet ihr denn weiterhin an einer gemischten Unterbringung fest?

Wir nehmen unsere Verantwortung Kindern und Jugendlichen gegenüber sehr ernst. Wir wehren uns gegen eine unterschiedliche Behandlung von Jungen und Mädchen und wollen allen Kindern die gleichen Möglichkeiten bieten…Klar können bei uns Mädchen und Jungen gemeinsam in einem Zelt schlafen – sie verbringen doch oftmals den ganzen Tag zusammen. Wenn sie wollen, machen sie gemeinsam Küchendienst und spielen gemeinsam Fußball und schlafen sie eben auch in den selben Zelten. Das zeigt allen, dass Geschlecht keine Unterschiede in Interessen, Verhalten oder gar Wertigkeit ausmachen muss bzw. ausmacht. Wenn Kinder sich nicht ein Zelt teilen möchten, ist das auch okay. Vor dem Zeltlager können die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern entscheiden und in der Einverständniserklärung Entsprechendes ankreuzen. Und nebenbei; Annäherungsversuche können nicht nur zwischen Mädchen und Jungen stattfinden, sondern auch genauso in einer reinen Jungen- oder Mädchengruppe.

4. Was können die Kinder mitentscheiden und was müssen sie mitmachen?

Die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Kinder enden natürlich nicht bei der Frage, mit wem sie in einem Zelt schlafen wollen. Schon in der Kinderrepublik konnten die Kinder in vielen Bereichen mitentscheiden und mitgestalten. Wir lassen dieses Ideal weiterleben. So werden in unseren täglichen Vollversammlungen Programmpunkte angeboten, die je nach Interesse verändert und erweitert werden dürfen (und sollen). Heißt das, dass die Kinder nichts mitmachen müssen? Jein. Grundsätzlich sind zwar alle Angebote freiwillig, die Kinder müssen nichts machen, was sie nicht wollen. Allerdings gibt es einige soziale Dienste, die reihum erledigt werden. Es gilt: was alle benutzen, müssen alle saubermachen. Alle Beteiligten (Helfer*innen und Kinder) müssen in der Küche helfen abzuspülen oder beim Reinigen der sanitären Anlagen helfen. Es entspricht unserem pädagogischen Konzept, dass die Kinder lernen, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, das gehört zu unserem Verständnis von einer solidarischen Gesellschaft. Beim Kochen helfen die Kinder in der Regel aber nicht, dafür haben wir ein erfahrenes Küchenteam, welches kindgerechtes, gesundes Essen frisch zubereitet.

5. Welche Aufgabe haben eure Gruppenleiter*innen und wie werden sie geschult?

Unsere Helfer*innen sind mehr dazu da, die Kinder bei der Bewältigung ihres Alltags zu unterstützen und bei Bedarf Hilfestellung zu bieten und nicht, um die Kinder zu kontrollieren. Deshalb nennen wir sie auch nicht Leiter*innen oder Teamer*innen, sondern Helfer*innen. Außerdem sorgen sie mit reichlich Spiel und Spaß für ausreichend Programm, damit für jede*n etwas dabei ist. Damit das Zeltlager wie geplant funktioniert und die Kinder sich bestmöglich einbringen können, sind unsere Helfer*innen natürlich entsprechend gut vorbereitet. Wir haben einen Stamm von Helfer*innen, die schon seit vielen Jahren in die Zeltlager fahren, viele davon haben auch die Teilnehmer*innenperspektive erlebt. Mit Hilfe der hauptamtlichen Mitarbeiter*innen sind sie in den Vorbereitungsseminaren für die Ausbildung der jüngeren Helfer*innen verantwortlich. Im Zeltlager stehen dann die Erfahrenen den neueren Helfer*innen immer mit Rat und Tat zur Seite. Auch auf die Juleica, Führungszeugnisse und erste Hilfe-Scheine achten wir.

6. Was muss unbedingt mit ins Zeltlagert?

Sehr wichtig für eine gute Zeltlagerausstattung ist die Kleidung – und zwar sowohl für gutes als auch regnerisches Wetter. Denn am Meer wird es sonnig, stürmisch, windig, kalt und heiß. Also bitte auch an die passenden Schuhe von FlipFlops über Turnschuhe bis Gummistiefel denken. Auch ein warmer Schlafsack, genügend Unterwäsche, (Kunststoff)Geschirr, der eigene Beautykram, Sonnenhut und ein Buch oder anderes zur Selbstbeschäftigung gehören in den Koffer. Dann ist Ihr Kind auf alles vorbereitet und am besten hat es den Koffer auch selbst gepackt, um zu wissen, was alles da ist. Ansonsten finden Sie die wichtigsten Dinge in der Packliste, die beim Vortreffen verteilt wird. P.S. Um mal der ständigen Erreichbarkeit und Handysucht zu entkommen, empfehlen wir auf Smartphones zu verzichten – im Zeltlager geht das nämlich auch schnell mal verloren. Es ist auch gerade ein gutes Netz auf Föhr. Ein Falken-Handy für Notfälle wird immer vor Ort sein. Also einfach mal „abschalten“.

7. Wie erreiche ich jemanden vor Ort?

Viele Kinder freuen sich im Zeltlager über ganz „altmodische“ Briefe. Das können wir nur empfehlen. Auch Briefmarken mitzugeben bietet sich an. Wobei meistens gilt: Wenn Sie nichts hören, ist Ihr Kind gut beschäftigt. Ansonsten ist ein Falken-Handy bei den Helfer*innen, so dass im Notfall oder für Rückfragen immer jemand erreichbar erreichbar). Auch dies wird nochmal genau beim Vortreffen besprochen.

P.S. Auch auf unserer Homepage oder bei Facebook posten wir Impressionen und News (z.B. zu An- und Abreisezeiten) aus dem Zeltlager.

Adresse:

Zeltlagerplatz „Unsere Welt“

Name des Kindes KV Herford

Meetsweg

25938 Nieblum auf Föhr

8. Mein Kind fährt alleine und das erste Mal mit, was gibt es zu beachten?

Viele Eltern sorgen sich, ob ihr Kind den Alltag im Zeltlager alleine meistert oder gar Heimweh bekommt. Aus Erfahrung können wir sagen, dass viele Kinder alleine mitfahren oder in ihrem ersten Jahr alleine mitgefahren sind. Durch das gemeinsame Zelten kommt schnell eine gute Gruppendynamik auf. Wir empfehlen das Vortreffen zu besuchen, da sich die Kinder hier schon kennenlernen können. Außerdem haben wir viele Helfer*innen, gemeinsames Programm und das Meer vor der Haustür, so dass kein Kind alleine sein muss. Damit die Kinder aber auch die Erfahrung machen können, sich mal ohne Handy, Fernseher und Co. zu beschäftigen, ist es nützlich, Bücher, Zeitschriften, Hörbücher etc. mitzugeben – wann hat man schon mal die Freiheit den ganzen Tag seinen Interessen nachzugehen?! Es bleibt noch zu sagen, dass zwei Wochen Zeltlager für alle eine „Ausnahmesituation“ darstellen, ein wenig Vorbereitet schadet also nicht! Packen Sie doch zusammen den Koffer und sorgen für eine gute Ausstattung – ansonsten zeigen sich Kinder im Zeltlager sehr selbstständig.

9. Und wenn ich mitmachen möchten? Wie geht das? Und was muss ich dafür mitbringen?

Alle Menschen ab 16 Jahren können bei uns Helfer*in werden. Dazu kann jede*r zu unseren Treffen vorbeikommen, ohne etwas mitbringen zu müssen und ohne sich für irgendetwas zu verpflichten. Jede*r wird sorgfältig auf das Zeltlager vorbereitet; vor allem Junghelfer*innen werden unterstützt und begleitet – z.B. betreuen sie ein Zelt immer zusammen mit einem*r „Alt“helfer*in. Durch dieses Ehrenamt gibt es einen Gewinn an praktischen, pädagogischen Fähigkeiten, an Erfahrung an bildungspolitischer Arbeit und die seltene Gelegenheit Gemeinschaft, Angebote und Ausflüge nach den eigenen Vorstellungen zu planen – wie immer gilt bei uns dabei: Die Gruppe macht`s! Melde dich für alle Infos also einfach mal per Email oder Telefon in unserem Büro. Wir freuen uns drauf!